Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum und das Digitale Innovationszentrum Neubrandenburg wollen neue Zugänge zu Reuters Dichtung eröffnen.
Schreibfeder, Buch und ein leuchtender DIZ-Schriftzug: Als Playmobilfigur steht Fritz Reuter mitten in der digitalen Gegenwart. Das Motiv passt zu der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen und dem Digitalen Innovationszentrum Neubrandenburg. Ihr Anliegen: den Dichter modern denken und sein Werk für ein breites Publikum erschließen.
Das DIZ berät das Museum bei der Entwicklung digitaler Formate, unterstützt dessen Online-Präsenz und vermittelt Kontakte zu regionalen Partnern. Zielgruppenanalysen und Digitalisierung sollen helfen, die Interessen bisheriger Besucher besser zu verstehen und neue Publikumskreise anzusprechen.
Reuters Geschichten über menschliche Schwächen, soziale Gegensätze und das Zusammenleben bieten bis heute Gesprächsstoff. Die niederdeutsche Sprache kann den Einstieg allerdings erschweren. Hier eröffnet digitale Vermittlung Möglichkeiten: Hörfassungen könnten den Klang der Texte erfahrbar machen, ergänzende Erläuterungen ungewohnte Begriffe verständlich erklären.
Dichtung barrierefrei zugänglich zu machen, bedeutet zugleich, unterschiedliche Bedürfnisse zu berücksichtigen. Auch Menschen, die nicht nach Stavenhagen kommen können, ließen sich auf diesem Weg erreichen.
Die Zusammenarbeit verbindet literarische Fachkenntnis mit digitaler Erfahrung. Ihre Qualität wird sich daran messen lassen, ob aus einem ersten neugierigen Klick eine Begegnung mit Reuters Werk entsteht.