Fritz Reuter an der Humboldt-Universität zu Berlin

Der Fritz Reuter – Preis 2025 hat erfreuliche Folgen: Der Preisträger Prof. Dr. Joachim Rickes bietet im laufenden Sommersemester 2026 an der Humboldt-Universität zu Berlin eine Vorlesung mit dem Schwerpunkt Fritz Reuter an – ein in der Germanistik viel zu selten zu findendes Angebot. Es geht dabei vor allem um die Reuter-Rezeption bei Thomas Mann – nicht nur in den “ Buddenbrooks“, sondern ebenso in “ Herr und Hund“, „“Der Zauberberg“ und “ Joseph und seine Brüder“. Wie Rickes berichtet, interessieren sich die Studierenden, die Reuter zuvor oftmals kaum kannten, zunehmend für den mecklenburgischen Schriftsteller und hatten bereits ihre Freude an den “ Abendteuer des Entspekters Bräsig in Berlin.“ Nachfolgend wird in der Vorlesung ausführlich Reuters erzählerisches Hauptwerk „Ut mine Stromtid“ behandelt, das Rickes als einen der großen sozialen Romane in der europäischen Literatur des 19. Jahrhunderts sieht.

Beim Kolloquium im Rahmen der Fritz Reuter-Festspiele im Juni 2026 wird Joachim Rickes über die Reuter- Rezeption bei einem anderen deutschen Nobelpreisträger berichten. Es geht dann um die – in der Germanistik ebenfalls unbeachtet gebliebene – Beschäftigung von Günter Grass mit Reuters “ Ut mine Festungstid“.