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Familienkino – Ut mine Festungstid

Juni 28 | 10:30 - 12:00

Die Fritz-Reuter-Festspiele 2026

Bereits mit seinen Kindheitserinnerungen „Ut de Franzosentid“ hatte Fritz Reuter seinen besonderen Ton gefunden: 1859 war der Roman auf Plattdeutsch erschienen und drei Jahre darauf legt Reuter nach. „Ut mine Festungstid“ beschreibt seine Zeit in Haft, doch nicht als große, bittere Abrechnung mit denen, die ihn hinter Gittern gebracht hatten, sondern als durchaus humorvolle Beschreibung der inneren und äußeren Vorgänge in dieser für ihn so prägenden Zeit. Schließlich ist Reuter gerade 22 Jahre alt, als er festgenommen und eingekerkert wird.

Und so ist „Ut mine Festungstid“ eine Erzählung, die vor allem von Kameradschaft und gegenseitiger Hilfe handelt, ja von Liebe sogar und einem Alltag, der heute kaum vorstellbar ist. Die politischen Umstände, die Reuter in diese Lage gebracht haben, bleiben dennoch nicht ausgespart; auch bleibt die Tragik nicht verborgen, die der Schriftsteller rückblickend im Schicksal seiner eigenen Person erkennt.

Nun gibt es die seltene Gelegenheit, ein lange vergessenes Fernsehspiel über den Schriftsteller Fritz Reuter und dessen siebenjährige Haft zu sehen: Die NDR-Produktion „Ut mine Festungstid – Nach Erzählungen und Briefen von Fritz Reuter“ aus dem Jahr 1985. Der Film von Carlheinz Caspari entstand mit Unterstützung der DEFA sowie des Volkstheaters Rostock und des Staatstheaters Schwerin. Neben Jürgen Reimer als Fritz Reuter zählten seinerzeit Jörg Panknin, Rolf Römer, Werner Dissel, Anke Neumann und Gerry Wolff zu den Mitwirkenden.

Gezeigt wird der Film am 28. Juni um 10.30 Uhr im Rahmen der Fritz-Reuter-Festspiele auf dem Marktplatz der Reuterstadt Stavenhagen.

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