Dreharbeiten für „Ut de Franzosentied – Teil 2“ beginnen

Die Vorbereitungen für die 66. Fritz-Reuter-Festspiele gehen in die nächste Phase: In diesen Tagen beginnen die Dreharbeiten für das digitale Bühnenbild und die filmischen Sequenzen des Bühnenstücks „Ut de Franzosentied – Teil2“. Die Inszenierung, frei nach dem gleichnamigen Roman des niederdeutschen Autoren Fritz Reuter, bildet den Mittelpunkt der Festspiele, die vom 26. bis 28. Juni in der Reuterstadt Stavenhagen stattfinden.

Regisseur und künstlerischer Leiter Lutz Trautmann hat die Romanvorlage für die Bühne adaptiert und ergänzt die Handlung nun um kurze Filmszenen. Diese werden von den Akteurinnen und Akteuren des Theaterkollektivs Reuter 2.0 gespielt. Nach Abschluss der Dreharbeiten werden die Aufnahmen geschnitten und passgenau in den Plot der Bühnenfassung eingefügt.

Mit dieser Verbindung aus Theater, Film und digitalem Bühnenbild erhält die Inszenierung eine moderne Form. Die historischen Ereignisse rund um die französische Besetzung Stavenhagens um das Jahr 1813 sollen dadurch für das Publikum greifbarer und unmittelbarer werden. Trautmann setzt dabei nicht allein auf die literarische Vorlage, sondern auch auf zeitgemäße Erzählmittel, die den Stoff visuell verdichten und die damalige Situation in einen nachvollziehbaren Kontext stellen.

„Ut de Franzosentied – Teil 2“ knüpft damit an Reuters Erzählwelt an und übersetzt sie zugleich in eine Bühnenform, die historische Erinnerung und moderne Theaterästhetik verbindet. Für die 66. Fritz-Reuter-Festspiele verspricht die Produktion einen besonderen Akzent: regional verwurzelt, niederdeutsch geprägt und zugleich offen für neue künstlerische Mittel.