Mit Fritz Reuter im Gepäck: Max-Stefan Koslik trägt niederdeutsches Erbe nach London

Nach seiner Reise auf dem spanischen Jakobsweg ist der frühere stellvertretende Chefredakteur der Schweriner Volkszeitung, Max-Stefan Koslik, erneut unterwegs. Dieses Mal führt ihn sein Weg in die britische Hauptstadt – begleitet von einer ganz besonderen Persönlichkeit aus Mecklenburg.

Gerade erst ist Max-Stefan Koslik vom Jakobsweg in Spanien zurückgekehrt, da zieht es ihn schon wieder hinaus in die Welt. Das neue Ziel des früheren stellvertretenden Chefredakteurs der Schweriner Volkszeitung heißt London. Mit dabei ist erneut ein treuer Reisegefährte: Fritz Reuter – als eigens gestaltete Playmobil-Sonderfigur.

Die kleine Figur des großen niederdeutschen Dichters ist für Koslik weit mehr als ein originelles Reiseaccessoire. Wo immer er unterwegs ist, setzt er den berühmten Mecklenburger in Szene, fotografiert ihn an bekannten Orten und bringt damit Literaturgeschichte auf spielerische Weise ins Gespräch. So leistet Koslik seinen ganz persönlichen Beitrag zu einer neuen Reuter-Rezeption, die Tradition, Reisen und moderne Bildsprache miteinander verbindet.

Nach den Stationen am spanischen Jakobsweg begegnet Fritz Reuter nun der Weltmetropole an der Themse. Ob vor dem Big Ben, an der Tower Bridge oder auf den Spuren der großen englischen Literatur – die Playmobil-Figur erinnert daran, dass Reuters Werk weit über Mecklenburg hinausweist.

Die Verbindung zu London ist dabei keineswegs zufällig. Fritz Reuter wurde zu seiner Zeit wegen seiner Popularität, seiner lebensnahen Figuren und seines Blicks auf die gesellschaftlichen Verhältnisse bisweilen als „deutscher Charles Dickens“ bezeichnet. Beide Schriftsteller verstanden es, den Alltag einfacher Menschen literarisch sichtbar zu machen und ihren Lesern mit Humor, Mitgefühl und genauer Beobachtung zu begegnen.

Koslik schlägt mit seiner Reise somit eine symbolische Brücke zwischen zwei großen europäischen Erzählern. Während Charles Dickens bis heute eng mit London verbunden ist, steht Fritz Reuter wie kaum ein anderer für die niederdeutsche Sprache und die Kultur Mecklenburgs.

Mit der kleinen Reuter-Figur im Gepäck trägt Koslik dieses kulturelle Erbe erneut in die Welt. Seine Reisen zeigen, dass Literaturgeschichte nicht ausschließlich in Museen, Archiven oder wissenschaftlichen Abhandlungen stattfinden muss. Manchmal genügt eine Playmobil-Figur vor einer berühmten Kulisse, um Neugier zu wecken und einen Dichter des 19. Jahrhunderts in der Gegenwart neu sichtbar zu machen.

So reist Fritz Reuter, mehr als 150 Jahre nach seinem Tod, noch einmal durch Europa – und Max-Stefan Koslik sorgt dafür, dass der große Dichter des Niederdeutschen auch fern der Heimat nicht übersehen wird.