Heiß, heißer, Fritz-Reuter-Festspiele

Fritz-Reuter-Festspiele trotzen der Hitze – und feiern Gemeinschaft, Kultur und Heimatgefühl

Die Sonne meinte es gut – fast schon ein wenig zu gut. Doch selbst hochsommerliche Temperaturen konnten der Stimmung bei den Fritz-Reuter-Festspielen nichts anhaben. Nach dem gelungenen Auftakt am 26. Juni mit rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern zeigte auch der zweite Festspieltag eindrucksvoll, warum dieses Fest längst zu den besonderen Höhepunkten im Veranstaltungskalender der Reuterstadt gehört.

Trotz der Hitze kamen zahlreiche Gäste in die Innenstadt, genossen Musik, Kultur, Begegnungen und das besondere Gefühl regionaler Verbundenheit, das die Fritz-Reuter-Festspiele jedes Jahr aufs Neue ausmacht.

Der Tag begann stimmungsvoll mit einem musikalisch-literarischen Frühschoppen in der Alten Synagoge. Von dort zog es viele Besucherinnen und Besucher weiter über den Boulevard, wo der Markt für Selbstgemachtes zum Schlendern, Stöbern und Verweilen einlud. Schritt für Schritt führte der Weg schließlich mitten hinein ins Herz des Festgeschehens rund um den Marktplatz.

Auch am zweiten Tag bot das Programm für nahezu jeden Geschmack etwas. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen wurde das Chorprogramm kurzerhand in die nahegelegene Stadtkirche verlegt – eine Entscheidung, die von Gästen und Mitwirkenden dankbar angenommen wurde. Danach sorgten Plattfoot Klaus, Karoline Frick & Gunnar Rieck alias Knopf & Zopf sowie die Band Virunum für beste Unterhaltung und heitere Festspielstimmung.

Einen besonderen Akzent setzte die zentrale Reuterehrung im Anschluss an die Besichtigung der Museumsuhr, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert. Mit einem kurzen Auftritt des Theaterkollektivs Reuter 2.0, den niedergelegten Kränzen der Reuterstadt Stavenhagen sowie zahlreicher Akteure und der musikalischen Begleitung durch Spaß am Brass entstand ein würdiger und bewegender Moment. Auch die Schützengesellschaft von 1884 der Reuterstadt trug zur feierlichen Atmosphäre bei.

Nach der Aufführung des Bühnenstücks „Ut de Franzosentid – Teil 2“ ging der Festspieltag entspannt und stimmungsvoll in den Abend über. Die Band Nimmergut und DJ Frank S sorgten für einen lockeren Ausklang, der von einer eindrucksvollen Feuerwerks- und Lichtershow unterbrochen wurde. Diese war eigens der Museumsuhr gewidmet und wurde für viele Gäste zu einem der besonderen Höhepunkte des Tages.

Gut versorgt mit Speisen und Getränken ließen die Besucherinnen und Besucher den Abend in geselliger Runde ausklingen. So wurde auch am zweiten Tag der Fritz-Reuter-Festspiele deutlich: Große Hitze mag Schattenplätze begehrt machen – der guten Laune, dem Gemeinschaftsgefühl und der Begeisterung für Fritz Reuter in der Reuterstadt kann sie nichts anhaben.

Wegen der anhaltend hohen Temperaturen haben wie uns entschlossen, das geplante Bühnenstück „Ut de Franzosentid – Teil 2“ am 28. Juni abzusagen. Diese Entscheidung fiel nicht leicht, ist aber richtig und notwendig. Ganz verzichten müssen Interessierte auf das Stück jedoch nicht: „Ut de Franzosentid – Teil 2“ ist am 8. Juli 2026 in der Schlossstadt Mirow zu erleben.

Wir danken allen Förderern, Partnern, Spendengeber und Sponsoren.