Symposium
Fritz Reuters wichtiges Versepos „Kein Hüsung“ bildet einen Schwerpunkt im Jubiläumsjahr 2024. Das Werk hat ob seines sozialkritischen Ansatzes bis heute nichts an seiner Aussagekraft verloren. Daher steht es seit seiner Entstehung im Jahr 1856 immer wieder im Fokus von kultur-, sozial- und geschichtswissenschaftliche Betrachtungen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich ein Symposium in der Reuterstadt Stavenhagen mit diesem Werk beschäftigt. Es bildet am 01. Juni 2024 den zentralen Kern der Veranstaltung. Die Kulturwissenschaftlerin Ulrike Stern stellt an diesem Tag dem interessierten Publikum eine umfangreiche Handreichung zum Werk vor. Der renommierte Reuterkenner Dr. Arnold Hückstädt spürt den demokratischen Ansätzen Fritz Reuters nach.
Aber das Symposium richtet seinen Fokus auch auf die Sprach- und Werkrezeption im 21. Jahrhundert und die damit verbundenen Möglichkeiten und Risiken. Dabei stellt Prof. Dr. Birte Arendt von der Universität Greifswald ihre Forschungen zum Thema Digitalisierung und Niederdeutsch vor. Bruno Blügge, ebenfalls von der Universität Greifswald, führt die Teilnehmenden in das Programm Transkribus ein und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen von Dokumentation, Verarbeitung und Bereitstellung historischer Dokumente.
Diese Thematiken und viele angrenzende Bereiche sollen angesprochen werden. Besonders die veränderten Möglichkeiten zu Texterstellung und Werksrezeption werden Teil des Diskurses und der anschließenden Workshops sein.
Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende, Studenten, Niederdeutschfachleute und Interessierte. Partner des Symposiums sind die Universität Greifswald mit ihrem Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik (KND) und der Reuterstädter Schulcampus.
Im Vorfeld des Symposiums erfolgt die Bekanntgabe des Plattdeutschen Wortes 2024, verbunden mit der Prämierung der Preisträger*innen.
Ort: Schloß Stavenhagen
Zeit: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Teilnehmer: Interessierte, LehrerInnen, Fachleute, Reuterfreunde
Ablauf:
Großer Sitzungssaal
Verkündung Plattdeutsches Wort
10.00 Uhr – 10.30 Uhr, Heimatverband M-V, Fritz-Reuter-Literaturmuseum, Preisträger, ggf. Jury
10.30 Uhr – 11.15 Uhr
Keynote
Ulrike Stern – Universität Greifswald
„Oh, giww mi Ruum! Dat anner wull ick denn woll maken.“ – Reuter-Rezeption im 21. Jahrhundert
Pause
11.30 Uhr – 11.55 Uhr
PD Dr. Birte Arendt – Universität Greifswald
„Niederdeutsch digital“
12.00 – 12.25 Uhr
Bruno Blüggel – Universität Greifswald
Transkribus
12.30 Uhr – 12.55 Uhr
Dr. Arnold Hückstädt – Reuterforscher
Fritz Reuter als Demokrat
Mittagspause
13.00 Uhr – 13.30 Uhr
Ab 13.30 Uhr
Workshop 1 Workshop 2
PD Dr. Birte Arendt, Dr. Arnold Hückstädt
Antje Köpnick, Fritz Reuter als Demokrat
Ulrike Stern
„Du büst mien Best“ –
Eine Handreichung für Lehrkräfte
zu Fritz Reuters „Kein Hüsung“
Dieses Symposium wird gefördert von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG).