Reuter-Spuren in der Hufeisensiedlung

Stavenhagener Literaturmuseum unterstützt Ausstellung des Museums Neukölln

Für eine Jubiläumsausstellung zur Hufeisensiedlung in Berlin-Britz arbeitet das Museum Neukölln eng mit dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen zusammen. Das Literaturmuseum berät das Berliner Haus seit Monaten fachlich und stellt zahlreiche Leihgaben zur Verfügung.

Die Hufeisensiedlung in Berlin-Britz ist weltberühmt als Ikone des Neuen Bauens. Zum Jubiläum dieser bedeutenden Wohnsiedlung bereitet das Museum Neukölln eine Ausstellung vor, die nun Unterstützung aus Mecklenburg-Vorpommern erhält: Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen leistet seit mehreren Monaten fachliche Amtshilfe und gibt verschiedenste Leihgaben nach Berlin.

Die Zusammenarbeit ist naheliegender, als es zunächst scheint. Denn in der Hufeisensiedlung findet sich bis heute eine ganze Reihe von Straßennamen, die auf Fritz Reuter und sein Werk verweisen. Dazu gehören die Fritz-Reuter-Allee, der Lowise-Reuter-Ring sowie Straßen wie Onkel-Bräsig-Straße, Jochen-Nüßler-Straße oder Paster-Behrens-Straße. Auch die Stavenhagener Straße erinnert an Reuters Herkunft.

Das Museum Neukölln widmet sich als regionalgeschichtliches Museum der Geschichte und Entwicklung des Bezirks und ist damit ein zentraler Ort, um die Hufeisensiedlung als architektonisches und sozialgeschichtliches Erbe zu präsentieren. Die zwischen 1925 und 1930 errichtete Siedlung in Britz gehört heute zum UNESCO-Welterbe der Berliner Siedlungen der Moderne.

Für die Vorbereitung der Ausstellung reiste die Leiterin des Museums Neukölln eigens in die Reuterstadt Stavenhagen. Dort informierte sie sich über mögliche Leihgaben und die fachlichen Bezüge zu Fritz Reuter. Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum bringt damit nicht nur Objekte, sondern auch seine besondere Expertise in das Berliner Ausstellungsprojekt ein.

So verbindet die Ausstellung in Berlin auf anschauliche Weise Architekturgeschichte, Stadtgeschichte und Literatur. Die Kooperation beider Häuser zeigt, wie fruchtbar die Zusammenarbeit zwischen Museen über Ländergrenzen hinweg sein kann.