Wenn am Dienstag, 15. September 2026, im Fritz-Reuter-Literaturmuseum die ersten fünf Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe G 10 zusammenkommen, beginnt in der Reuterstadt ein neues Kapitel kultureller Bildungsarbeit. Mit dem Pilotprojekt „Junior-Guides“ sollen Jugendliche künftig selbst Geschichte, Literatur und Orte ihrer Stadt vermitteln — und damit zeigen, dass Heimatkunde alles andere als verstaubt sein muss.
Die Initiative geht vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum aus und wird in Kooperation mit dem Reuterstädter Schulcampus sowie der Alten Synagoge Stavenhagen umgesetzt. Zum ersten Treffen werden die Teilnehmenden mit den Inhalten und Zielen der Ausbildung vertraut gemacht. Im Mittelpunkt stehen Kenntnisse zu Fritz Reuter, zur Literatur- und Stadtgeschichte, zur Heimatkunde sowie zur Vermittlung historischer Inhalte an unterschiedliche Besuchergruppen.
Die Jugendlichen sollen künftig befähigt werden, Führungen im Fritz-Reuter-Literaturmuseum und durch ausgewählte Orte der Reuterstadt Stavenhagen mitzugestalten. Gleichzeitig können sie perspektivisch als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wirken und ihr Wissen an nachfolgende Kursteilnehmende weitergeben.
Das Projekt ist ein erneuter Beweis für die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum und dem Reuterstädter Schulcampus. Mit der Einbindung der Alten Synagoge Stavenhagen wird zudem ein weiterer wichtiger Ort historischer Bildung in das Vorhaben einbezogen.
Die Ausbildung versteht sich als Beitrag zu einer partizipativen Geschichtsteilhabe und als Teil einer neuen Reuter-Rezeption. Jugendliche sollen Geschichte nicht nur kennenlernen, sondern sie selbst erzählen, befragen und weitervermitteln. Damit wird kulturelles Erbe vor Ort lebendig und für eine junge Generation neu erfahrbar.